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- Energielauf Weiz (10 km) - Startschuss, eine Runde "gib alles", vier Runden auslaufen, vier Runden Sightseeing, Zieleinlauf Ich begann auch viel früher als gewöhnlich mit der Regeneration um am Wettkampftag wirklich frisch und Energiegeladen zu sein. Leider bekam ich während der Regenerationstage Probleme mit meiner Achillessehne/unteren Wadenteil. Zum Glück ging die Schellung am Tag vorm Wettkampf zurück, dafür hatte ich am Morgen des Wettkamptages plötzlich ein Stechen im Knie. Ich schmierte und massierte das rechte Bein, was ein wenig half, aber der Schmerz kam wieder. Am Nachmittag ging ich schwimmen um meinen Körper abzukühlen. Ich hoffte, dass ich so im Wettkampf weniger Probleme mit der Hitze bekäme und dass sich vielleicht mein Knie bessern würde. Aber stattdessen kam der Schmerz in der Wade wieder dazu. Um 18 Uhr musste ich mit meiner Familie in die Stadt, weil meine Tochter beim Bambini-Lauf teilnahm und sich eine Kugel Eis erlief. Ich radelte allein nachhause, um mich auf den Hauptlauf vorzubereiten. Ich ging auf die Laufbahn um mich aufzuwärmen und um das vorgenommene Tempo anzutesten. (Mein Plan war den Wettkampf mit 4 Minuten am Kilometer zu beginnen und nach ein paar Runden zu entscheiden, wie viel ich noch zulegen könnte.) Der 4er-Schnitt kam mir recht langsam vor, was mich positiv stimmte, ihn auch im Wettkampf halten zu können. Auch meine Beinprobleme spürte ich in der Laufbewegung gar nicht. Dennoch hatte ich Probleme mit der Atmung, was an meiner Aufregung lag. Deshalb ging ich noch etwas radeln, um ruhiger zu werden. Zurück in der Stadt, ging's mir auch beim Einlaufen auf der Rennstrecke sehr gut.
Der Start um 20 Uhr verlief bestens. Robert und Thomas (mit dem ich mich auch schon gemeinsam auf den Energielauf vorbereitet hatte) liefen direkt vor mir. Aber nach einem Kilometer musste ich mich entscheiden, ob ich weiter bei den beiden bleiben möchte, oder lieber bei meinem Plan (den Anfang nicht schneller als vier Minuten am Kilometer zu laufen) einhalte, denn wir waren viel zu schnell unterwegs. Da ich aber auch nicht wusste, ob die beiden das Tempo halten können würden bzw. später einer von ihnen einbrechen würde, entschied ich mich, lieber nur für mich zu laufen.
Für gewöhnlich war ich bisher fast immer mit meinen Leistungen zufrieden, aber diesmal war ich echt verärgert. Ich war vorbereitet und auch regeneriert, hatte viel weniger Probleme (naja, bei niedrigen Tempo ist auch leicht weniger Probleme zu haben), bin zum ersten Mal beim Energielauf nie gegangen, aber hatte dennoch das mit Abstand schlechteste Ergebnis.
Was mich aber freut ist, dass Robert die 40 Minuten geschafft hat und Thomas sie sogar unterbieten konnte. D.h. die beiden sind nicht eingebrochen und konnten ihr Tempo wunderbar konstant halten. Und was mich noch besonders freut ist, dass "meine Fans" immer von meiner Leistung begeistert sind, egal ob ich es als schnell oder langsam bezeichne.
von Samuel Petersen |