- HM in Mörbisch -
laufen bei Wind am Neusiedler See
Mit Familie und Robert ging's nach Mörbisch am Neusiedler See. Seit 2003 war ich jedes Jahr als Teilnehmer oder Betreuer an den Lauf- und Radsporttagen dabei, somit also bereits ein traditioneller Wettkampf.
Erst Mittagessen in Rust, danach Beziehen der Herberge und anschließend Spazierengehen, während Robert bereits einlief. Ein paar Minuten vor Start wurde ich dann doch etwas aufgeregter und lief mich noch schnell ein wenig warm. Auf zum Start und nach einer kleinen Rede des Bürgermeisters und anderen ging's auch schon los. Raus aus dem Ort auf der heißen Bundesstraße. Robert war irgendwo ganz vorne, ich (wie bei meinen meisten Wettkämpfen) in der zweiten Verfolgergruppe. Bald rann der Schweiß. Nach der Wende wieder retour Richtung Mörbisch hieß es: Gegenwind. Das Feld formierte sich um, da irgendwie jeder im Windschatten des anderen laufen wollte, welcher aber leider nicht gerade von vorne sondern leicht schräg blies. Meine zwei Vordermännern ließen sich hinter mich fallen und sprachen vom aufgeben. Und das bereits nach 3,8km. Wie soll einen das motivieren? Ich versuchte regelmäßig mich auf meine GPS-Uhr zu konzentrieren um ein konstantes Tempo zu behalten. Gegen Ende der dritten Runde formierte ich mich mit ein paar anderen Läufern zu einer Vierergruppe. Die zweite Runde verlief ähnlich: schwitzen auf der Bundesstraße und nach der Wende ankämpfen gegen den Wind, aber unsere Vierergruppe blieb beisammen. Wieder in Mörbisch musste ich sehen, dass Robert bereits abgebrochen hatte. Das schwächte meine Motivation und ich hatte zu kämpfen in unserer Vierergruppe zu bleiben. Runde für Runde wurde der Temposchnitt langsamer. Zu Beginn der letzten Runde, Runde vier, stieg Robert wieder ins Rennen ein um mir zu helfen. Anfangs blieb ich noch in meiner Gruppe, aber zwei von uns gingen und fielen zurück. Auch ich wollte das Tempo noch weiter reduzieren. aber Robert feuerte mich immer wieder an, mit ihm mitzuhalten. Ich hatte ziemlich mit mir zu kämpfen, aber als wir langsam einen nach dem anderen überholten (obwohl sich ja bereits über zwei Runden nichts mehr an meiner Platzierung geändert hatte) schossen neue Kräfte ein. Gesamt dürfte ich auf den letzten drei Kilometern etwa acht Plätze gut gemacht habe. Mit einer Gesamtzeit von 1h34 beendete ich somit das Rennen als 17. von 126 Startern. Eine tolle Leistungssteigerung seit dem Halbmarathon im März.
Vom Zielraum ging es sofort zurück zur Herberge zur Weinverkostung, was ganz lustig wurde. Nach dem Duschen ins Festzelt zur Siegerehrung. Den restlichen Abend verbrachten wir mit einem Läuferpärchen.

Am nächsten Tag fand das Radrennen rund um den Neusiedlersee statt, dem wir nur als Zuseher beiwohnten. Ich bin gespannt, wann ich wieder so fit sein werde, dass ich auch an diesem wieder teilnehmen werde.






Zieleinlauf.


Rückstände vom Schwitzen.


Entspannen am See.


Müde Mädchen.


von Samuel Petersen
www.cyclesam.at