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- Halbmarathon in Stinatz - laufen bei Fackellicht und Straßenmusik
Obwohl ich außer Training stehe entscheide ich mich spontan an diesem Wettkampf teilzunehmen. Vor zwei Jahren war ich bereits einmal hier gelaufen und holte mir damals den Klassensieg. Die Bewohner dieses kleinen burgendländischen Dorfes verstehen es einen Lauf zu organisieren. Wir starten zu Einbruch der Dämmerung zu fünf Runden auf dem harten (da verwinkelt und kuppiert) Kurs.
Die Strecke wird durch aufgestellte Fackeln beleuchtet. Vor den Häusern sitzen die Dorfbewohner um uns zu anzufeuern. Und was besonders nett war: alle paar hundert Meter sitzen/stehen Einheimische zusammen und musizieren am Straßenrand. Mir geht es gar nicht so schlecht. Zu Beginn setze ich ordentliche Kräfte frei, doch die Tendenz ist kontinuierlicher Geschwindigkeitsverlust. Schlußendlich fehlen mir aber bloß 8 Sekunden auf einen Podestplatz (Freude oder Ärger?). Auf jeden Fall durfte ich hier einen romantischen Lauf erleben und es stört mich nicht anzutreten ohne in Form zu sein. Wir blieben noch bis ein Uhr morgens und verdreifachten unseren Heimweg durch fünfmaliges Verfahren auf den unübersichtlichen burgenländischen Straßen.
von Samuel Petersen |