- Patscha Sattel / Weizklamm -
nächtliche Bergpartie im Schnee
Aufbruch gegen 18 Uhr abends in der Stadt. Wir bewegen uns auf dem Wanderweg Richtung Klamm unter/über umgeschnittene Bäume und durch schneegefüllte Gräben bis wir in den Jägersteig einsteigen.
Der Weg ist beschwerlich. Es ist stockfinster und wir können uns nur mithilfe des kleinen Lichtkegels der Taschenlampe orientieren, oder eben auch nicht. Unter uns sehen wir immer wieder die Scheinwerfer von Autos die durch die Klamm fahren. Das verdeutlicht uns wie steil es nach einem Fehltritt abwärts gehen wird. Am rechten Bild habe ich mir zum fotografieren Halt bei einem Baum geholt. Robert versucht gerade zu mir hoch zu kommen was nur auf Knien möglich ist. Immer wieder müssen wir uns gegenseitig helfen z.b: indem ich vorausgehe und Robert wartet (um mich aufzufangen, sollte ich wieder den Berg runter rutschen), dann befestige ich meinen Rucksack an einem Baum und komme Robert entgegen um ihn, oder sein Gepäck hochzuziehen. Oder wenn es besonders wenig Halt ist kommt es auch vor, dass ich mich an einem Baum festhalte und mich flach talwärts auf den Boden lege, damit Robert meinen Fuß packen kann und an mir zum nächsten Baum aufwärts gelangt.
Als wir die steilen Stück hinter uns haben und die letzten Höhenmeter am Plateau zurücklegen sinken wir bei jedem Schritt bis zum Knie ein. Erst nach über 4,5 Stunden erreichen wir unseren Platz. Es wir Feuer gemacht und der Schnee aus den Hosenbeinen geholt.
Das Blech wird auf die Glut gelegt und wenige Minuten später bereits ist die Pizza fertig. Glücklich erschöpft verkriechen wir uns gegen Mitternacht ins unsere Schlafsäcke. Nach einer erholsamen Nacht erwachen wir wieder realtiv früh.
Es wird nochmal Feuer gemacht um die Kleidung aufzuheizen bevor wir uns wieder in den tiefen Schnee begeben.
Über unsere "Ruselstrecke" gehts bergab. Wie in einer Bobbahn flitzen wir abwärts. Kurzer Zwischenhalt bei der Höhle 44 (aus der Robert gerade kriecht). Der weitere Weg über den Jägersteig erscheint bei Tageslicht nicht minder gefährlich als nachts.
Zweites Foto: Robert durchquert die sogennante Wagenhütte. Rechts Foto: Robert auf der "Herdplatte". Unter ihm der Weizbach und die Weizklammstraße.


von Samuel Petersen
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